War es gestern abend noch knapp 10 °C warm, so waren es heute morgen -10°C. Mit dem Wind war die gefühlte Temperatur -21 °C. Das war ziemlich kalt.
Kommentar eines Natives: "Odd aspect of the Midwest: Those inblowing Plains winds can drop the temp thirty degrees (Fahrenheit) in twelve hours".
Ach, ja, die Badgers haben heute das Rose Bowl Spiel verloren, 19:21. Dabei habe ich gelernt, dass man nach einem Touchdown nicht nur 1 Extrapunkt versuchen kann (durch einen Kick), sondern auch 2 Extrapunkte. Das nennt sich Two Point Conversion und ist so etwas wie der Versuch eines erneuten Touchdowns von der 2 oder 3 Yard Line.
PS: Ein Gutes Neues Jahr an alle! Viel Gesundheit und Zufriedenheit!
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Sonntag, 2. Januar 2011
Sonntag, 28. November 2010
Dienstag, 28. September 2010
Badger
Badger heißt übersetzt Dachs. Das sind die Tiere, bei denen Mütter üblicherweise in Schrecken ausbrechen, wenn ihre Kinder meinen, sie möchten mit dem niedlichen Hund spielen. Denn Dachse haben ziemlich kräftige Krallen, die einiges an Schaden anrichten können, auf der englischen Wikipediaseite heißt es "will protect themselves and their young at all cost". Sie sollen notfalls auch mit Wölfen und Bären kämpfen.
Der Dachs ist auch das Wappentier von Wisconsin, es trägt auch den Beinamen "Badger State". Der kommt aber nicht direkt von den Dachsen: Im 18. Jahrhundert bzw. im frühen 19. Jahrhundert wurden Bleivorkommen in Wisconsin abgebaut, die Minenarbeiter wohnten teilweise auch in den Löchern die sie gegraben hatten, und wurden "Badger" genannt.
Der Dachs ist auch das Wappentier von Wisconsin, es trägt auch den Beinamen "Badger State". Der kommt aber nicht direkt von den Dachsen: Im 18. Jahrhundert bzw. im frühen 19. Jahrhundert wurden Bleivorkommen in Wisconsin abgebaut, die Minenarbeiter wohnten teilweise auch in den Löchern die sie gegraben hatten, und wurden "Badger" genannt.
Sonntag, 26. September 2010
Walk In Hours
Gestern habe ich die Walk In Hours genutzt, und zwar beim DCC - Dairy Cattle Center ...
Wisconsin hat verschiedene Beinamen, darunter auch "The Dairy State" und "The Cheese State". Auf den Nummernschildern der Autos steht "America's Dairyland".
In Wisconsin leben neben den 5,5 Millionen Menschen auch 1.26 Millionen Kühe ... in ganz Deutschland sind es 4,2 Millionen (bei 80 Millionen Einwohnern). Das heißt, hier ist jeder 5. Mensch eine Kuh, oops, pro 5 Menschen gibt es eine Kuh ... in Deutschland braucht es dafür schon 20 Menschen.
Die Gesamtmenge der ermolkenen Milch ist absolut die zweithöchste aller US-Bundesstaaten und da über 90% der Milch in die Käseproduktion geht, ist Wisconsin der Staat mit der absolut höchsten Käseerzeugung in den USA.
Milchviehhaltung ist also wichtig für Wisconsin, und da ist es dann eine Notwendigkeit, dass es an der Universität Wisconsin auch ein Department of Dairy Science gibt. Das betreibt mitten auf dem Campus einen Versuchsstall mit Milchkühen (gestern waren es genau 64) - das Dairy Cattle Center. Das hat täglich von 16:30 bis 19:00 für Besucher geöffnet, die dann beim Melken zuschauen können und den Betreuern (Studenten mit Hiwi-Job) der Kühe Fragen stellen können. Nachdem ich in meiner frühesten Kindheit Kühe mit der Muttermilch eingeflößt bekommen habe und die USA in vielen Milchproduktionstechnischen Dingen als nachahmenswertes Vorbild galten (gelten), war das dann gestern ein Ausflug in die Kindheit... noch rechtzeitig vor dem heutigen Samstag: Da sind keine Besucher zulässig, denn heute ist Football Saturday - wahrscheinlich sind Kühe, Footballfans und Alkohol eine explosive Kombination.
Übrigens: es hat sich gelohnt für die Badgers ... sie haben Austin Peay mit sagenhaften 70:3 demontiert. 70 Punkte ist neuer Rekord, 69 Punkte gab es einmal im Jahr 1962. Draussen auf der Strasse ist die Stimmung entsprechend ... obwohl man sich da nichts mehr schön trinken muss ... das ist ja schon schön ...
Wisconsin hat verschiedene Beinamen, darunter auch "The Dairy State" und "The Cheese State". Auf den Nummernschildern der Autos steht "America's Dairyland".
In Wisconsin leben neben den 5,5 Millionen Menschen auch 1.26 Millionen Kühe ... in ganz Deutschland sind es 4,2 Millionen (bei 80 Millionen Einwohnern). Das heißt, hier ist jeder 5. Mensch eine Kuh, oops, pro 5 Menschen gibt es eine Kuh ... in Deutschland braucht es dafür schon 20 Menschen.
Die Gesamtmenge der ermolkenen Milch ist absolut die zweithöchste aller US-Bundesstaaten und da über 90% der Milch in die Käseproduktion geht, ist Wisconsin der Staat mit der absolut höchsten Käseerzeugung in den USA.
Milchviehhaltung ist also wichtig für Wisconsin, und da ist es dann eine Notwendigkeit, dass es an der Universität Wisconsin auch ein Department of Dairy Science gibt. Das betreibt mitten auf dem Campus einen Versuchsstall mit Milchkühen (gestern waren es genau 64) - das Dairy Cattle Center. Das hat täglich von 16:30 bis 19:00 für Besucher geöffnet, die dann beim Melken zuschauen können und den Betreuern (Studenten mit Hiwi-Job) der Kühe Fragen stellen können. Nachdem ich in meiner frühesten Kindheit Kühe mit der Muttermilch eingeflößt bekommen habe und die USA in vielen Milchproduktionstechnischen Dingen als nachahmenswertes Vorbild galten (gelten), war das dann gestern ein Ausflug in die Kindheit... noch rechtzeitig vor dem heutigen Samstag: Da sind keine Besucher zulässig, denn heute ist Football Saturday - wahrscheinlich sind Kühe, Footballfans und Alkohol eine explosive Kombination.
Übrigens: es hat sich gelohnt für die Badgers ... sie haben Austin Peay mit sagenhaften 70:3 demontiert. 70 Punkte ist neuer Rekord, 69 Punkte gab es einmal im Jahr 1962. Draussen auf der Strasse ist die Stimmung entsprechend ... obwohl man sich da nichts mehr schön trinken muss ... das ist ja schon schön ...
Sonntag, 19. September 2010
Rotes Meer
Football ist die typische Sportart in den USA. Das Spiel ist körperlich anstrengend und knochenmahlend, fast jeder Spielzug endet damit, dass ein Spieler zu Boden gezerrt oder über den Haufen gerannt wird. Vor einigen Jahren sagte einmal ein Amerikaner zu mir: "It's all about power", ein Vorbericht zum aktuellen Spiel der Green Bay Packers (das Team Wisconsins in der NFL, der Football-Profiliga) beinhaltete die Prophezeiung: "The hardest hitter will win". Bezeichnend finde ich es auch, dass es auf der Webpräsenz eines NFL-Teams eine Seite der aktuell verletzten Spieler gibt. Die Anzahl der Spiele in der Saison ist daher begrenzt, in der NFL werden gegenwärtig Verhandlungen geführt, die regulären Saisonspiele von 16 auf 18 zu erhöhen.
Das wichtigste Footballteam Madsions sind die Badgers, eine Mannschaft der Universität. Sie spielen in der sogenannten Big Ten Conference, einer College-Footbal-Liga mit Mannschaften von 10 Universitäten. Die Heimspiele werden in Camp Randall ausgetragen, einem Stadion für 80.000 Zuschauer, das 200 m von meiner Wohnung entfernt liegt. An einem Spieltag wie heute beginnen die Vorbereitungen schon um 6:00 Uhr, wenn damit angefangen wird, Open Air Bars aufzubauen, in denen das Spiel auch verfolgt werden kann. Und dann fängt es an: Immer mehr rotgekleidete Menschen sind in den Straßen zu sehen, bis zum überlaufen:
Für die Zuschauer ist ein solches Spiel ein Fest für den ganzen Tag, sie kommen morgens zum Spielort, parken in der Nähe des Stadions, hissen die Flagge, packen ihren Grill aus, nehmen ein Bier zur Hand und lehnen sich in ihren Stühlen am Kofferraum ihres Autos zurück. Der Fachbegriff ist "Tailgating".

Die Tickets kosten zwischen 25 Dollar im Studentenblock (in dem traditionell gestanden wird und Hinsetzer mit Gesängen abgestraft werden) und 50 Dollar auf der Tribüne. Das Parken ist eine Einnahmequelle für einige Anwohner, die ihre Vorgärten und Hinterhöfe an fremde Autos ausliefern, und dafür Gebühren von 15 bis 20 Dollar kassieren. Nachdem schon am letzten Samstag ein Spiel stattgefunden hat, haben wir es heute geschafft, Karten zu bekommen. Im Stadion selbst sieht man vom Säugling bis zum Greis alle Altersgruppen, und jedem Zuschauer ist es erlaubt, ein eigenes Lieblingsteam zu haben, Anpöbeleien wie bei Fußballspielen in Deutschland habe ich nicht mitbekommen.
Eindrucksvoll ist das Stadium mit seinen überwiegend in Rot gekleideten Zuschauern:

Das war beeindruckend heute! Die Badgers haben übrigens gewonnen, mit 20:19, dank eines geblockten Zusatzpunktes.
Einige zusätzliche Fotos gibt es noch hier. Und einen Spielbericht hier.
Das wichtigste Footballteam Madsions sind die Badgers, eine Mannschaft der Universität. Sie spielen in der sogenannten Big Ten Conference, einer College-Footbal-Liga mit Mannschaften von 10 Universitäten. Die Heimspiele werden in Camp Randall ausgetragen, einem Stadion für 80.000 Zuschauer, das 200 m von meiner Wohnung entfernt liegt. An einem Spieltag wie heute beginnen die Vorbereitungen schon um 6:00 Uhr, wenn damit angefangen wird, Open Air Bars aufzubauen, in denen das Spiel auch verfolgt werden kann. Und dann fängt es an: Immer mehr rotgekleidete Menschen sind in den Straßen zu sehen, bis zum überlaufen:
Für die Zuschauer ist ein solches Spiel ein Fest für den ganzen Tag, sie kommen morgens zum Spielort, parken in der Nähe des Stadions, hissen die Flagge, packen ihren Grill aus, nehmen ein Bier zur Hand und lehnen sich in ihren Stühlen am Kofferraum ihres Autos zurück. Der Fachbegriff ist "Tailgating".
Die Tickets kosten zwischen 25 Dollar im Studentenblock (in dem traditionell gestanden wird und Hinsetzer mit Gesängen abgestraft werden) und 50 Dollar auf der Tribüne. Das Parken ist eine Einnahmequelle für einige Anwohner, die ihre Vorgärten und Hinterhöfe an fremde Autos ausliefern, und dafür Gebühren von 15 bis 20 Dollar kassieren. Nachdem schon am letzten Samstag ein Spiel stattgefunden hat, haben wir es heute geschafft, Karten zu bekommen. Im Stadion selbst sieht man vom Säugling bis zum Greis alle Altersgruppen, und jedem Zuschauer ist es erlaubt, ein eigenes Lieblingsteam zu haben, Anpöbeleien wie bei Fußballspielen in Deutschland habe ich nicht mitbekommen.
Eindrucksvoll ist das Stadium mit seinen überwiegend in Rot gekleideten Zuschauern:
Das war beeindruckend heute! Die Badgers haben übrigens gewonnen, mit 20:19, dank eines geblockten Zusatzpunktes.
Einige zusätzliche Fotos gibt es noch hier. Und einen Spielbericht hier.
Mittwoch, 1. September 2010
Umzug
Pünktlich zum neuen Monat bin ich heute umgezogen. Umziehen, das war nicht so schwierig, es waren zwei Koffer und ein Fahrrad, der Freund meiner Gastgeberin meinte "Umzug light".
Umgezogen bin ich in eine Apartment-Haus (1402 Regent St). In einem Doppel-Apartment bewohne ich ein Schlafzimmer. Mein Mitbewohner ist ein Doktorand aus dem Bereich "Civil Engineering", Fachrichtung Geotechnologie. Kommt mir bekannt vor, habe ich schon mal gehört ;-). Er kommt aus Cordoba, Argentinien. Kommt mir auch bekannt vor, obwohl ich 1978 noch relativ jung war.
Das "Regents" ist jetzt in bequemer Fußreichweite (0.6 miles) meines Arbeitsplatzes (225 North Mills Street). Da kann dann auch der Winter kommen ...
Der Auszug in der Talmadge Street war ein wenig traurig, meine Gastgeberin ist sehr nett, heute abend war ich noch zum Geburtstag von ihres Sohnes Ansel eingeladen, der 18 geworden ist. Und wir werden noch zu einem Spiel der Badgers gehen, das ist das Football-Team der Uni. Ich werde die Gastfreundschaft vermissen. Was ich nicht so vermissen werde, sind die Bugs, also die Mücken, die mich immer ziemlich verfolgt haben.
Umgezogen bin ich in eine Apartment-Haus (1402 Regent St). In einem Doppel-Apartment bewohne ich ein Schlafzimmer. Mein Mitbewohner ist ein Doktorand aus dem Bereich "Civil Engineering", Fachrichtung Geotechnologie. Kommt mir bekannt vor, habe ich schon mal gehört ;-). Er kommt aus Cordoba, Argentinien. Kommt mir auch bekannt vor, obwohl ich 1978 noch relativ jung war.
Das "Regents" ist jetzt in bequemer Fußreichweite (0.6 miles) meines Arbeitsplatzes (225 North Mills Street). Da kann dann auch der Winter kommen ...
Der Auszug in der Talmadge Street war ein wenig traurig, meine Gastgeberin ist sehr nett, heute abend war ich noch zum Geburtstag von ihres Sohnes Ansel eingeladen, der 18 geworden ist. Und wir werden noch zu einem Spiel der Badgers gehen, das ist das Football-Team der Uni. Ich werde die Gastfreundschaft vermissen. Was ich nicht so vermissen werde, sind die Bugs, also die Mücken, die mich immer ziemlich verfolgt haben.
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