Half & Half verfolgt mich seit August hier. Damit wird ein Milchprodukt bezeichnet, dass für Kaffee genutzt wird. Aber was ist drin? Es ist eine Mischung aus Sahne und Milch mit ungefähr 12% Fettgehalt.
Also die amerikanische Kaffeesahne.
Apropos Milch: Kevin, der nächsten August sein PhD-Programm in Molekularbiologie hier beendet, friert gerade sehr in Madison; er sieht darin aber auch Vorteile: In San Diego - seiner Heimat - kostet Milch per Gallon 7 bis 8 Dollar, dort sind die Lebenshaltungskosten also wesentlich höher.
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Montag, 20. Dezember 2010
Montag, 8. November 2010
BGH
Auf den Milchpackungen hier steht meistens "ohne künstliche Hormone" oder "Farmers pledge not to use synthetic hormons". Nach einiger Zeit habe ich mich dunkel an eine Diskussion in der einschlägigen Fachpresse in den 90er (oder waren es die 80er?) Jahren des letzten Jahrhunderts erinnert, in der es darum ging, dass amerikanische Farmer mittels Einsatz von bovinem Somatotropin (BST oder BGH (bovine growth hormone)) - einem Wachstumshormon - die Milchleistung erhöhen. Dieses Hormon verhindert/verlangsamt das Absterben von milchproduzierenden Zellen im Eutergewebe und kann die Milchleistung in den ersten 300 Tagen nach der Kalbung um 10% erhöhen. Obgleich Studien nachwiesen, dass es keinen Unterschied zwischen mit Hilfe von BGH ermolkener Milch und normaler Milch gibt, war das Ergebnis der Diskussion, dass das Hormon in Europa nicht zum Einsatz zugelassen wurde, ebenso in vielen anderen Ländern wie Kanada und Japan. In den USA ist es zugelassen. Aber hier scheint es so zu sein, dass der Verzicht auf BGH zum Standard der Molkereien gehört. Jedenfalls habe ich auf den allermeisten Trinkmilchverpackungen (wie z.B. von Kemps und Organic Valley) immer den Hinweis gefunden, dass kein künstliches Hormon eingesetzt wird bzw. dass die Farmer geloben, dass nicht zu tun. Auf Käse und anderen Milchprodukten konnte ich einen solchen Satz noch nicht so oft sehen.
Sonntag, 26. September 2010
Walk In Hours
Gestern habe ich die Walk In Hours genutzt, und zwar beim DCC - Dairy Cattle Center ...
Wisconsin hat verschiedene Beinamen, darunter auch "The Dairy State" und "The Cheese State". Auf den Nummernschildern der Autos steht "America's Dairyland".
In Wisconsin leben neben den 5,5 Millionen Menschen auch 1.26 Millionen Kühe ... in ganz Deutschland sind es 4,2 Millionen (bei 80 Millionen Einwohnern). Das heißt, hier ist jeder 5. Mensch eine Kuh, oops, pro 5 Menschen gibt es eine Kuh ... in Deutschland braucht es dafür schon 20 Menschen.
Die Gesamtmenge der ermolkenen Milch ist absolut die zweithöchste aller US-Bundesstaaten und da über 90% der Milch in die Käseproduktion geht, ist Wisconsin der Staat mit der absolut höchsten Käseerzeugung in den USA.
Milchviehhaltung ist also wichtig für Wisconsin, und da ist es dann eine Notwendigkeit, dass es an der Universität Wisconsin auch ein Department of Dairy Science gibt. Das betreibt mitten auf dem Campus einen Versuchsstall mit Milchkühen (gestern waren es genau 64) - das Dairy Cattle Center. Das hat täglich von 16:30 bis 19:00 für Besucher geöffnet, die dann beim Melken zuschauen können und den Betreuern (Studenten mit Hiwi-Job) der Kühe Fragen stellen können. Nachdem ich in meiner frühesten Kindheit Kühe mit der Muttermilch eingeflößt bekommen habe und die USA in vielen Milchproduktionstechnischen Dingen als nachahmenswertes Vorbild galten (gelten), war das dann gestern ein Ausflug in die Kindheit... noch rechtzeitig vor dem heutigen Samstag: Da sind keine Besucher zulässig, denn heute ist Football Saturday - wahrscheinlich sind Kühe, Footballfans und Alkohol eine explosive Kombination.
Übrigens: es hat sich gelohnt für die Badgers ... sie haben Austin Peay mit sagenhaften 70:3 demontiert. 70 Punkte ist neuer Rekord, 69 Punkte gab es einmal im Jahr 1962. Draussen auf der Strasse ist die Stimmung entsprechend ... obwohl man sich da nichts mehr schön trinken muss ... das ist ja schon schön ...
Wisconsin hat verschiedene Beinamen, darunter auch "The Dairy State" und "The Cheese State". Auf den Nummernschildern der Autos steht "America's Dairyland".
In Wisconsin leben neben den 5,5 Millionen Menschen auch 1.26 Millionen Kühe ... in ganz Deutschland sind es 4,2 Millionen (bei 80 Millionen Einwohnern). Das heißt, hier ist jeder 5. Mensch eine Kuh, oops, pro 5 Menschen gibt es eine Kuh ... in Deutschland braucht es dafür schon 20 Menschen.
Die Gesamtmenge der ermolkenen Milch ist absolut die zweithöchste aller US-Bundesstaaten und da über 90% der Milch in die Käseproduktion geht, ist Wisconsin der Staat mit der absolut höchsten Käseerzeugung in den USA.
Milchviehhaltung ist also wichtig für Wisconsin, und da ist es dann eine Notwendigkeit, dass es an der Universität Wisconsin auch ein Department of Dairy Science gibt. Das betreibt mitten auf dem Campus einen Versuchsstall mit Milchkühen (gestern waren es genau 64) - das Dairy Cattle Center. Das hat täglich von 16:30 bis 19:00 für Besucher geöffnet, die dann beim Melken zuschauen können und den Betreuern (Studenten mit Hiwi-Job) der Kühe Fragen stellen können. Nachdem ich in meiner frühesten Kindheit Kühe mit der Muttermilch eingeflößt bekommen habe und die USA in vielen Milchproduktionstechnischen Dingen als nachahmenswertes Vorbild galten (gelten), war das dann gestern ein Ausflug in die Kindheit... noch rechtzeitig vor dem heutigen Samstag: Da sind keine Besucher zulässig, denn heute ist Football Saturday - wahrscheinlich sind Kühe, Footballfans und Alkohol eine explosive Kombination.
Übrigens: es hat sich gelohnt für die Badgers ... sie haben Austin Peay mit sagenhaften 70:3 demontiert. 70 Punkte ist neuer Rekord, 69 Punkte gab es einmal im Jahr 1962. Draussen auf der Strasse ist die Stimmung entsprechend ... obwohl man sich da nichts mehr schön trinken muss ... das ist ja schon schön ...
Mittwoch, 18. August 2010
Tomaten, Milch und Brot
... das waren die Dinge, die ich neulich im Jenifer Stret Market eingekauft habe und für die dann 12,24 Dollar fällig waren. Da war ich überrascht und doch wieder nicht, schliesslich hatte ich die Preise schon vorher gesehen:
Heute war ich in einem "richtigen" Supermarkt (bei Woodman's) einkaufen. Dort gab es auf geschätzten 20 Regalmetern ca. 100 Sorten Brot. Leider kein Brot mit dem Hauptbestandteil Roggen. Auf einem "Jewish Rye Bread" stand als erster Inhaltsstoff "Wheat Flour", ebenso wie auf einem als Pumpernickel bezeichneten Brot, das ebenfalls eine nicht vermutete weiche und nachgebende Konsistenz hatte.
- 4,99 Dollar für ein 2 (amerikanische) Pfund-Brot der Clasen's Bakery. Die Bäckerei wurde mir von meiner Gastgeberin empfohlen. Bis jetzt das einzige Roggenbrot, das ich hier gefunden habe. Der Preis beinhaltete schon einen Rabatt: Die UVP lag bei USD 5,99
- 4,89 für eine halbe Gallone Bio-Milch der Genossenschaft Organic Valley. Die normale Gebindegröße für Milch ist übrigens eine Gallone, umgerechnet 3,78 Liter. Milch gibt es fettfrei, mit 1%, mit 2% Fett und als Vollmilch.
- Der Rest für Tomaten aus der Gegend, die 2 Dollar das Pfund gekostet haben.
Heute war ich in einem "richtigen" Supermarkt (bei Woodman's) einkaufen. Dort gab es auf geschätzten 20 Regalmetern ca. 100 Sorten Brot. Leider kein Brot mit dem Hauptbestandteil Roggen. Auf einem "Jewish Rye Bread" stand als erster Inhaltsstoff "Wheat Flour", ebenso wie auf einem als Pumpernickel bezeichneten Brot, das ebenfalls eine nicht vermutete weiche und nachgebende Konsistenz hatte.
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